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Hey! Heute geht's um Spargel, um dazu passenden Räucherschinken und um die perfekte Slow-Carb-Hollandaise-Sauce. Sowas gibt's, und ich glaub, ich bin hiermit ziemlich nah dran. Dies ist ein Rezept, das ich in den gefühlten frühen Sommer-, tatsächlichen Frühlingsmonaten gern zubereite. Die Hollandaise hab ich mir irgendwann beigebracht, bevor ich Slow Carb begonnen hatte, die musste nur ein bisschen angepasst werden. Das ist aber letztlich kein Problem. Das Rezept ist für zwei Personen.

Zunächst das, was am längsten braucht: Der Spargel.
1 Kg Weißen Spargel muss von etwas unter dem Kopf bis zum Fuß geschält werden. Die Schale ist holzig und unsympathisch. Daraus kann man auch leckere Spargelsuppe machen, aber die ist nicht slow carb, darum unterschlage ich das hier. Achtung: Bei grünem Spargel kann man sich das Schälen sparen, der ist auch so genießbar. Bei beiden Sorten muss jedoch das untere Ende abgeschnitten werden, das ist meist etwas holzig und trocken und soll nicht mit ins Essen. Ich zerbreche jeden Spargel dann in drei Teile, damit er angenehmer zu gabeln und essen ist. Manche Leute mögen es, ihn ganz zu lassen, aber da braucht man dann zum Essen auch noch ein Messer und das Talent, damit und mit dem Spargel nicht die Sauce über den Tisch zu verteilen. Das ist mir nicht gegönnt, daher: in drei Teile brechen.
Das Wasser, in dem der Spargel gekocht wird, sollte mit einer guten Prise Salz und etwas Süßsstoff versehen werden, da der Spargel von sich aus ziemlich bitter ist. Ich nehme dafür auf 1 Kg Spargel (vor dem Schälen) 3 Tabs Stevia. Stevia gibt's in Reformhäusern oder Bio-Supermärkten wie Denn's zum Beispiel. Sieht so aus:
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Wenn das Wasser kocht, den Spargel darin 20 Minuten auf niedriger Stufe zwar, aber kochen. Wenn der Spargel fertig ist, ihn am besten in einem Sieb abtropfen lassen, da ziemlich viel Wasser drin ist und in der Sauce auch und bei Slow Carb gibt's bekanntlich nichts zum aufsaugen, also wird das eine feuchte Angelegenheit auf dem Teller. Daher ist Abtropfen sinnvoll, um möglichst alle Flüssigkeit zu vermeiden.
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Dann das einfachste: Der Schinken.
Ich kaufe immer bei Penny oder Edeka zwei verschiedene 200g-Packungen Räucherschinken. Da gibt's diverse Sorten, manche sind dicker, andere dünner. Sie schmecken alle etwas unterschiedlich. Neulich hatte ich Serrano, den mochte ich aber nicht so gern. Besser sind Schwarzwaldschinken oder Katenschinken. Die rolle ich auf und drapiere sie nett, denn das Auge isst mit. Ein paar Blätter Basilikum machen sich darauf gut und schmecken dazu.
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Nun das Hauptstück, das die meiste Arbeit macht: Die Hollandaise.
Zuerst muss man 6 Eier trennen und das Eigelb in einen kleinen Topf tun. Dazu kommen 100ml trockener Weißwein, (Wer dem nicht traut, kann alternativ auch Rotwein nehmen, dann schmeckt die Hollandaise nicht mehr so frisch und wird rosa. Aber dafür darf man den Wein auch dazu trinken. Bei Weißwein bin ich da unsicher.)
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ein halber Esslöffel Zitronenkonzentrat, 2 Tabs Stevia, je eine Prise Salz und Pfeffer. Das alles muss auf kleiner Stufe erhitzt und dabei ausgiebig und intensiv mit einem Schneebesen aufgeschlagen werden, bis es eine schaumige Masse ergibt. Wenn diese schaumig und warm ist, wirft man einen Klotz 120g Butter in die Sauce und verrührt ihn mit dem Schneebesen, bis er sich aufgelöst hat. Die Herdplatte sollte hierbei ebenfalls auf ganz kleiner Stufe gehalten werden. Das ganze ist etwas langwierig, also nicht zwischendurch aufgeben. Sobald die Butter sich aufgelöst hat, ist die Sauce fertig. In meiner Zeitplanung ist das ungefähr zusammen mit dem Spargel. Dann muss das ganze nur noch serviert werden: fertig!
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Reste
Nun bleiben in einem Haushalt wie meinem zwei Dinge übrig bei diesem Essen (abgesehen von der Spargelschale): Eiweiss und Weiss- bzw. Rotwein.
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Das Eiweiss ist hervorragend geeignet, um im Kühlschrank die Nacht zu verbringen und am nächsten Morgen in das Rührei zu wandern. Ich gebe für zwei Personen da noch zwei ganze Eier und allen möglichen Kram zu (Tomaten, Schinkenwürfel, Zwiebeln, Erbsen, etc.).
Damit ist das Eiweiß verarbeitet.

Und der Wein? Ganz einfach: Den friere ich ein. In 6 Tüten á 100ml. Dann kann ich zur nächsten Hollandaise (die nicht lange auf sich warten lässt meist) den Wein einfach ein paar Stunden vorher ausfrieren. Da 100ml Wein nicht viel Kältespeicher haben, dauert das nicht so lange, den aufzutauen.
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Viel Spaß beim Nachkochen und wohl bekomm's!

Wer Anmerkungen hat, dem sei das Kommentarfeld unter diesem Artikel ans Herz gelegt.

Ihr seht schon sehr gut aus, macht weiter so!
-euer Arne




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